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Bild: Johann Dechant
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Silvester- und Neujahrskonzert auf Schloss Henfenfeld Operettenklänge zum Jahreswechsel
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, dies war Grund
für zahlreiche Besucher, die den Jahreswechsel zum Konzertgenuss auf Schloss Henfenfeld nutzten. Im stimmungsvoll dekorierten Roten Saal
wurden gleich zwei Operettenquerschnitte geboten. Unter dem Motto „Komm Zigany, spiel mir was vor“ wurde der erste Teil dem „Zigeunerbaron“
von Johann Strauss gewidmet, der zweite der „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán.
Denette Whitter war bei der szenischen Aufführung nicht nur für die
künstlerische Leitung sondern auch für den Part am Flügel zuständig. Sie übernahm auch die Erläuterungen zu den einzelnen Handlungsteilen.
Als Schatzsucher versuchte sich Siddique Eggenberger in der Rolle des
Ottokar. Doch seine vergeblichen Versuche bringen ihm nur den Spott der Zigeunerin Czipra ein, die von Carolin Ritter in Szene gesetzt wurde. „Als flotter Geist“ stellte sich Tobias
Hartnick in der Rolle des Sándor Barinkay vor. Seine Rückkehr aus dem Exil bringt dem „Schweinefürsten“
Kálmán Zsupán in Not. Der königliche Kommissär Conte Carnero verlangt die Rückgabe der Ländereien an
Barinkay. Toni Jörg faszinierte in seiner Rolle als Schweinefürst, während Michael Aschke überzeugend den
Kommissär mimte. Als Dreistigkeit sieht Zsupán das Werben Barinkays um seine Tochter Arsena. Angelina
Silva mimte die hochnäsige Person vorzüglich, der nur ein Baron recht sein kann. Unterstützung findet Barinkay schließlich bei den Zigeunern, hier trifft er auf Saffi (Barbara Mathes).
Vorzüglich wurde das „O habet acht“ dem Publikum geboten. Ein besonderes Schmankerl war der der
Schatzwalzer in Czipras Traumerzählung. Michael Aschke mimte auch den Grafen Peter Homonay, der
Soldaten für den Krieg gegen Spanien anwirbt. Beim Finale gibt es schließlich ein Happy-End, Ottokar
bekommt Arsena und Barinkay, nun ein richtiger Baron, kann seine Saffi in die Arme schließen. Das Publikum honorierte diese Aufführung mit tosendem Beifall und Bravo-Rufen.
Auch die Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán spielt sich in Ungarn ab. Angelina Silva spielte hier
die Zigeunerin Manja, die sich mit dem Lied „Glück ist ein schöner Traum“ beeindruckend vorstellte. Sehr
melancholisch wirkte „Wenn es Abend wird“, das Lied des Grafen Tassilo, den Tobias Hartnick darstellte.
Die Gräfin Mariza wurde von Franziska Zimmerli gespielt, feurig wurde „Höre ich Zigeunergeigen“ virtuos
dargeboten. Sehr bekannt ist das Lied „Schwesterlein“ das Simone Pinkert als Lisa und Tobias Hartnick im
Duett sangen. Als Baron Koloman Zsupán trat Siddique Eggendörfer auf, der beim „Komm mit nach
Varasdin“ zusammen mit Franzsika Zimmerli das Publikum faszinierte. Tassilos Sehnsuchtslied „Komm
Zigany, spiel mir was vor“, das gleichzeitig Motto des Konzerts war, beeindruckte das Publikum. Michael
Aschke mimte hier den Fürsten Populescu. Auch hier gab es ein glückliches Ende, feurigen Csárdás gab es dazu.
Das Publikum würdigte die Leistung der Akteure mit tosendem Beifall und bekam als Belohnung eine
Zugabe. Zum Abschluss gab es für die Künstler Rosen, die Leiterin Denette Whitter erhielt eine wunderschöne Orchidee.
Johann Dechant
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