Hersbrucker Zeitung am 11.04.17

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Hersbrucker Zeitung am 11.04.17

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Petite Messe Solennelle in der Henfenfelder Herz-Jesu-Kirche
Rossinis Spätwerk zum Auftakt der Karwoche

Ein selten aufgeführtes Werk stellte die Opernakademie Henfenfeld am Palmsonntag in der katholischen Herz-Jesu-Kirche vor: Gioachino Rossinis „Petit Messe Solenelle“ entstand, nachdem der Komponist jahrzehntelang nach seinen berühmten Opern pausierte. Die Fassung der Opernakademie war streng an den Vorgaben Rossinis ausgerichtet – minimal instrumentiert, um den Stimmen besondere Geltung zu verschaffen.

Trotz des herrlichen Palmsonntagwetters konnte Denette Whitter viele Gäste begrüßen und erläuterte die „kleine“ Messe. Sie erzählte vom letzten Auftragswerk Rossinis, der partout zu Lebzeiten diese Messe nicht in Orchesterform hören wollte. Deshalb wurde auch in Henfenfeld nur auf dem Klavier und dem Harmonium gespielt, exakt wie in der Urform von 1863. Lediglich die großen Chorpassagen fehlten bei dieser Aufführung, sie wurde dennoch zu einem nachhaltigen Erlebnis.

Als die sieben Künstler das Kyrie anstimmten, fiel schon die schlichte Instrumentalisierung auf. Der fundierte Gesang aus Mezzosopran (Carmen Ding und Sabine Eggerichs), Tenor (Maximilian Vogt und Alwin Adelmann) sowie Bariton als Bassersatz (Michael Aschke und Theo Knodt) wurden vom überschwebenden Sopran (Elisabeth Margraf) geführt.

Nach einem markanten „Gloria“ folgte mit „Gratias agimus tibi“ ein wunderschönes Terzett. Dass Rossini aus dem Opernfach kam, war deutlich bei „Domine Deus“ hörbar, Alwin Adelmann präsentierte hier eine italienische Arie voller Brillanz. Mit einem Solo voller Dynamik beeindruckte Michael Aschke die Zuhörer. Strahlend schön sang Elisabeth Margraf das „Crucifixus“ aus dem Credo.

Für das Offertorium hatte Rossini eine Instrumentalpassage vorgesehen. Denette Whitter am Klavier sorgte für eine fulminante Einleitung, die in fließende zarte Klänge mündeten um in einem Rossinitypischen Stakkato zu enden. Für besondere Klangfarben sorgte Jeanne Vogt, die dezent auf dem Harmonium begleitete. Gewaltig wirkte das „Sanctus“ mit einem absolut perfekten Wechselgesang. Als Sologesang begann das „Agnus Dei“, ausdrucksvoll von Carmen Ding inszeniert. Fein abgestimmt fügte sich der Chor aus den anderen Sängern ein und sorgte so für einen glanzvollen Schlusspunkt.

Viel Beifall gab es für ein besinnliches Werk, das am Karsamstag, 15. April um 19.00 Uhr in der Nikolauskirche wiederholt wird.

Johann Dechant

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