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Bild: Johann Dechant
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Für das Kochareal wurde Bebauungsvorschlag vorgestellt Modernste Komponentenbauweise für den Ortskern
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HENFENFELD – Das Ende der großen Brachfläche in der
Henfenfelder Ortsmitte scheint gekommen zu sein. Die Nürnberger DIMMOBAU AG stellte dem Gemeinderat einen Bebauungsvorschlag vor. Auf dem ehemaligen „Kochareal“ sollen drei Doppelhäuser und
drei Einzelhäuser entstehen. Die Niedrigenergiegebäude sollen für sämtliche Altersschichten attraktiv sein. Allerdings stellte sich die Frage, ob diese moderne Bauweise auch in den Kern
eines fränkischen Dorfes passt.
Zur Januarsitzung des Henfenfelder Gemeinderates hatte Bürgermeister Gerd Kubek Vertreter der
Nürnberger Firma DIMMOBAU AG eingeladen. Der Geschäftsvorstand Harald Thiem und der technische Bauleiter Günter Rieker stellten dem Gremium einen Bebauungsvorschlag für das „Kochareal“ in der
Schmiedstraße vor. Da Teile des Geländes im Hochwasserbereich des Hammerbaches liegen, hatte Kubek
bereits beim Wasserwirtschaftsamt für Klärung gesorgt. Thiem erklärte nun das Konzept der Anlage, bei der
eine „Energiewendesiedlung“ entstehen solle. Bei den Gebäuden wird auf eine Unterkellerung wegen des
nahen Hammerbaches verzichtet. Sämtliche Anwesen sind ebenerdig und somit barrierefrei angelegt, was
auch eine Nutzung durch Senioren erleichtert. Auch im Wohnbereich sind verbreiterte Türen vorgesehen, die
auch für eine Pflegestufe II geeignet seien. Als Größe sind für die Wohnungen rund 90 Quadratmeter geplant, Erweiterungen um 20 oder 40 Quadratmeter seien problemlos möglich. Auch gibt es Variationen mit
separatem Eingang, der eine Verwendung als Einliegerwohnung zulässt. Als Option ist ein Drei-Generationenhaus in zweigeschossiger Form möglich. Für die Pkw stehen Unterstellmöglichkeiten direkt
unter Dach oder als Carport zur Verfügung.
Nachdem bekannt wurde, dass für die Anlage schon mit Prospekten und im Internet geworben wird, wurde
von den Gemeinderäten angefragt, ob nicht eine ortsübliche Bebauung mit Satteldach möglich sei, zumal sich die Anlage mitten im historisch gewachsenen Ortskern befinde. Hier wurde von den Planern das
Mehrgenerationenhaus genannt, denn dieses könne mit Satteldach ausstaffiert werden. Die Einzelhäuser
sind allesamt mit einem relativen Flachdach ausstaffiert. Das Hauptmaterial der Häuser ist schichtverleimtes
Massivholz, mit Dämmungsmaterial und einer Verkleidung. Im Außenbereich werde echtes Basaltgestein in Form von leicht bearbeitbaren Paneelen angebracht, welche hohe Robustheit und Lebensdauer aufweisen.
Die ganze Bauweise sei langlebig und pflegeleicht, zudem könne optional auch Photovoltaik zum Einsatz kommen.
Die offene Bauweise wurde seitens des Gemeindegremiums als sehr gewöhnungsbedürftig bezeichnet,
zumal die Fronten sehr große Glasflächen vom Boden bis zur Decke aufweisen und auch keine Rollos vorgesehen sind.
Für einen Baubeginn sollen mindestens vier Häuser verkauft sein, gab Thiem bekannt, sobald dies erreicht
sei, ist aber mit einem schnellen Bauablauf zu rechnen. Nachdem mehrere unbeantwortete Fragen und Anfragen zu alternativen Bauformen aufkamen, wurde das Thema ausgesetzt und soll nach einer
Überarbeitung wieder aufgenommen werden.
Das Neubaugebiet Rohäcker wurde in der Bürgerversammlung angesprochen, hier wurde angeregt, den
Bauabschnitt III voranzutreiben. Deshalb wurde in der Sitzung beschlossen, das Planungsbüro Richter aus Ottensoos mit einem Vorentwurf zu beauftragen.
Der Senioren- und Behindertenbeauftragte Werner Herzog legte anschließend seinen Jahresbericht vor. Er
berichtete von den vielen Herausforderungen in seinem Tätigkeitsbereich, wobei die Begegnungen mit Demenzkranken besonders schwierig waren. „Auf der einen Seite stehen Klagen, andererseits will man
keine Hilfe“, so seine ernüchternde Feststellung. Besondere Erlebnisse hatte er auch, als er Amtsgänge mit
Senioren unternahm. Viele Probleme für Senioren und Behinderte gäbe es bei der Nutzung der öffentlichen
Verkehrsmittel. Eine enorme Hürde sei schon zum Auftakt allein die Bedienung des Fahrkartenautomaten,
stellte er fest. Insgesamt war er sich mit Bürgermeister Kubek einig, dass es in Henfenfeld relativ viel Angebote für die Seniorenfreizeit gäbe, doch deren Nutzung setzt immer Eigeninitiative voraus.
Johann Dechant
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