Hersbrucker Zeitung am 19.05.18

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Hersbrucker Zeitung am 19.05.18

Bilder vom Friedhof: Die Ostseite ist noch fast völlig frei, dort sind auch Erdbestattungen möglich. (2 Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven)
Ein weiteres Bild vom Westteil: Die hier freien Flächen können nur für Urnenbeisetzungen genutzt werden. In diesem Bereich wurden auch die Urnenstelen vorgestellt.

(Zum Vergrößern klicken)

Bild: Johann Dechant

Rathausvorplatz soll in den Sommerferien erneuert werden
Parkplatz an der Kirche wird im Juni geöffnet

HENFENFELD – Die Anregungen aus der Bürgerversammlung und die Baumaßnahmen der Dorferneuerung standen im Mittelpunkt der Mai-Sitzung des Henfenfelder Gemeinderates. Zudem hatte die SPD/FBB etliche Anträge eingebracht.

Der Müll beschäftigte den Henfenfelder Gemeinderat, als es um die Behandlung der Anfragen aus der Bürgerversammlung ging. Die verstopften Auslässe „In der Point“ werden laut Bürgermeister Markus Gleißenberg von den Gemeindearbeitern gesäubert. Eine Anregung war, aufzuzeigen, wie lange Abfälle in der Natur brauchen, bis sie verrotten. Dafür holt das Gemeindeoberhaupt Informationen ein, die beispielsweise mit entsprechenden Objekten in einem Schaukasten anschaulich gemacht werden.

Gemeinderat Sperber, selbst Hundehalter, regte an, die Sammelbehälter für Hundekot öfter zu entleeren, speziell jenen nördlich der Bahnlinie. Gleißenberg stellte dazu fest, dass Jugendliche, die sich am Bolzplatz aufhalten, in diesem Behälter oft ihre Pizzakartons entsorgen, worauf dieser schnell voll sei.

Der Behälter für Gartenabfälle am Bauhof ist gerade für ältere Bürger ein Problem. Hier gibt es eine Treppe, da die Seitenwände des Containers relativ hoch sind. Obwohl die Aufstellung vom Landratsamt geregelt ist, lässt Gleißenberg eine Rampenlösung prüfen.

Nachdem sich die Kinderzahlen im Bereich der Kindergärten ständig ändern, war die Feststellung der Belegungszahlen für 2018/2019 erforderlich. Um eine Übergangslösung für den Kinderhort zu finden, traf sich der Bürgermeister mit Evelyn Kittel-Kleigrewe, der Ansprechpartnerin im Landratsamt für die Kinderbetreuung. Bei einer Ortsbesichtigung erwies sich das Gemeindehaus als geeigneter Ort.

Der Bürgermeister stellte fest, dass alle 120 Kinder in den verschiedenen Einrichtungen des Kindergartens untergebracht werden können.

In einem kurzen Sachstandsbericht zu den Baumaßnahmen Kirchenstraße, Schmiedstraße, Mittelgasse und Parkplatz Hauptstraße gab Gleißenberg bekannt, dass es Änderungen bei der Abwicklung gäbe. Diese waren notwendig, um Verkehrsbehinderungen gering zu halten. Der Rathausplatz soll in den Sommerferien saniert werden. Befürchtungen wegen Unfällen mit Baugruben brauche es nicht geben, so der Bürgermeister, da keine Tiefbaumaßnahmen anfallen.

Eine gute Nachricht gibt es vom Parkplatz an der Kirche: Das Provisorium wird am 1. Juni für den Verkehr frei gegeben.

Zu verschiedenen Themen gab es Anträge seitens der SPD/FBB-Fraktion. Zur Anfrage wegen der Flurneuordnung erläuterte Gleißenberg, dass hierzu eine Infoveranstaltung mit allen Landwirten stattgefunden hat. Fraktionssprecher Sperber regte an, den Offenhausener Bürgermeister Rauh einzubeziehen, damit dieser von seinen Erfahrungen berichten kann. Gemeinderat Söhnlein, selbst Betroffener, regte dagegen an, bei Fachbehörden Erkundigungen einzuholen. Der Bürgermeister warnte vor „Vergleichsgemeinden“, da jede Gemeinde anders strukturiert sei, könne ein Vergleich irreführend sein. Nachdem hier eigentlich nur die Grundstückseigentümer und nicht die Gemeinde betroffen sei, war das Resümee, dass diese selbst entscheiden sollen, ob sie die Flurneuordnung wollen.

Vor zwei Jahren gab es eine gemeinsame Ortsbesichtigung des Gemeinderates am Friedhof: Nun wollte die SPD/FBB-Fraktion wissen, wie es dort weitergehen soll. Speziell wurden neue Bestattungsvarianten wie Urnenstelen und Baumbestattungen hinterfragt . Gleißenberg stellte dazu fest, dass man, bevor man an eine Erweiterung östlich der katholischen Kirche nachdenke, zuerst das bestehende Areal optimal ausnutzen soll. Viele Gräber im vorderen Bereich können zwar wegen der Bodenbeschaffenheit für Erdbestattungen nicht mehr genutzt werden, dort seien aber Urnengräber und Urnenstelen möglich. Im östlichen Teil, bei dem ein Bodenaustausch stattfand, gibt es noch ausreichende Kapazitäten. Der SPD/FBB-Fraktionssprecher Sperber regte an, auch dem Trend zu Baumbestattungen entgegen zu kommen. Letztlich war man sich einig, dass hierzu die Friedhofsatzung angepasst werden soll.

Eine Nachfrage zur Gestaltung des Parkplatzes an der Kirche ergab, dass es hier zu Verzögerungen kommen wird, da hierfür auch das Amt für Denkmalschutz mitreden will.

Die Anregung, im Neubaugebiet Rohäcker einen Treffpunkt mit Spielgelegenheit für Kinder zu schaffen, war schon früher ein Thema im Gemeinderat. Gleißenberg wies darauf hin, dass es wenig problematisch sei, Tische und Bänke aufzustellen. Bei Spielgeräten sehe das anders aus, aus haftungstechnischen Gründen wäre dies nicht einfach. Ohne großen Aufwand, verbunden mit hohen Kosten und einem Bauantrag sei dies nicht realisierbar, meinte Gleißenberg. Gemeinderat Faltermeier erinnerte daran, dass dies schon in einer früheren Sitzung erörtert und negativ beschieden wurde. Gemeinderat Wrensch forderte trotzdem eine Prüfung, hierfür schlug Gemeinderat Hader den Bauausschuss vor.

Debatten entstanden beim Thema Hochwasserschutz für den im Gemeindebereich schon viel getan wurde. Hier regte die SPD/FBB -Fraktion an, durch eine zusätzliche Aufweitung des Hammerbaches, am alten Wehr südlich vom Ort, eine weitere Auslauffläche zu schaffen. Deswegen hatte sich der Bürgermeister beim Wasserwirtschaftsamt erkundigt, das für den Hammerbach, aufgrund der Klasseneinstufung zuständig ist.

Als Auskunft bekam er, dass die vorgesehene Fläche nicht ausreichend für Hochwasserschutzmaßnahmen sei. Zudem müsse als Grundbedingung ein Festsetzungsverfahren im Gemeindebereich als Basis für weitere Schritte eingeleitet werden. Gleißenberg wies auch auf die lange bekannte Tatsache hin, dass nur zusätzliche Maßnahmen im oberen Bachlauf Schutz bieten würden, dies jedoch am Willen der dortigen Gemeinden scheitere, da sie die enorm hohen Kosten nicht tragen wollen.

Johann Dechant

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