Hersbrucker Zeitung am 22.09.18

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Hersbrucker Zeitung am 22.09.18

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Bild: Johann Dechant

Vor rund einem Jahr wurde Markus Gleißenberg zum neuen Henfenfelder Bürgermeister gewählt – Zäsur in der politischen Prägung der Gemeinde
„Ich schätze den Kontakt zu den Bürgern“

 

HENFENFELD (ap) - Vor rund einem Jahr war Markus Gleißenberg angespannt: Der Kandidat von CSU und FWG wartete auf das Ergebnis der Henfenfelder Bürgermeisterwahl. Heute blickt er mit einem Schmunzeln darauf zurück, dass dieses Gefühl alles übertüncht hat. Die Freude über den Sieg und das erste Jahr im Amt ist nach wie vor groß, sagt er im Rückblick.

Markus Gleißenberg wollte schon als Kind Bürgermeister werden. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen und den Job würde ich gerne bis zur Rente machen." Denn auch wenn das Arbeitspensum im vergangenen Jahr sehr hoch war, mache ihm das Amt so viel Spaß und Freude, dass er daran nichts vermisse, meint er nach kurzem Überlegen. „Ich schätze besonders den Kontakt zu den Bürgern."

Wenn er zur Haustür herausgehe, sei er halt nicht mehr der Markus, sondern der Bürgermeister und damit immer im Amt. „Aber genau deshalb habe ich mich ja aufstellen lassen." Gleißenberg findet, dass man auf der Straße beim Small Talk oft mehr erfahre, als bei öffentlichen Terminen. Er sei daher immer für die Einwohner ansprechbar, auch wenn nicht jeder Sachverhalt gleich geklärt werden könne: „Dann muss derjenige ins Rathaus kommen." Hat er dann noch Ruhe beim Essen im Gasthaus? „Ja, die Leute wissen, wann sie fragen können, und außerdem gibt es meist angenehme Gespräche.“ Kritik war in den abgelaufenen 365 Tagen auch immer wieder dabei, aber das gehöre dazu in einer Demokratie, so Markus Gleißenberg. Er selbst bezeichnet sich als selbstkritisch: „Man muss seine Standpunkte überdenken können." Doch bislang sei das noch nicht der Fall gewesen: „Es gab keine schwerwiegenden Entscheidungen, dafür war die Zeit für die Größenordnung der Gemeinde zu kurz." Blickt der CSU-Politiker auf sei-ne Wahlversprechen und deren Umsetzung, so ist er „zufrieden". Schulsporthalle und Dorferneuerung laufen, am Thema Gewerbegebiet arbeite er und ist „mittelfristig zuversichtlich“, etwas zu erreichen. Aber: „Als kleine Gemeinde muss man auf die Finanzen schauen.“

Auch wenn gerade die beiden erstgenannten Projekte sein Vorgänger Jonathan Wrensch (SPD/FBB) angestoßen hat, findet Gleißenberg, „seine Handschrift ist schon erkennbar": Er habe die Nutzungsverträge ausgehandelt oder dafür gesorgt, dass der Dorfbrunnen nach einer Anliegerversammlung am Standort bleibe. In Sachen Friedhof ist unter ihm von Erweiterung auf eine Neugestaltung der vorhandenen Fläche umgeschwenkt und ein Landschaftsarchitekt eingeschaltet worden, zählt er auf. Auch beim Hort sei unter seiner Ägide eine Übergangslösung für drei Jahre im Gemeindehaus geschaffen worden.

Und das alles im Einvernehmen mit und im Gemeinderat, wie Gleißenberg betont. Auch wenn er den Eindruck hatte, dass die Wahlniederlage für die jahrelang dominierende SPD „eine große Neuerung und Enttäuschung war", so sei inzwischen ein guter Weg gefunden für gemeinsame Entscheidungen zum Wohl der Kommune.

Von diesen müssen laut Gleißenberg noch viele gefällt werden, um den Ort „zukunftsfähig zu machen", ihn zugleich aber so zu erhalten, wie man ihn kennt. „Das ist ein großer Spagat" über die nächsten Jahre, gibt er zu. Neben Hort, Friedhof und Hochwasserschutz brennt Gleißenberg das Thema Gewerbegebiet für kleine Mittelständler und Familienbetriebe unter den Nägeln. So wie in Engelthal, das würde ihm gefallen. Es liefen Gespräche, aber es seien noch „dicke Bretter zu bohren".

Wichtig sei es dabei immer, ein Ohr an der Landes- und Bundespolitik zu haben: „Probleme werden gerne mal nach unten durchgereicht", weiß er. Auch wenn ihn die höheren Ebenen durchaus „persönlich interessieren" und es interessante Aufgaben im Kreis gebe, so liege sein Fokus auf dem Bürgermeister-Amt. „Eine Erweiterung der Arbeit wäre verfrüht", meint Markus Gleißenberg und wendet sich wieder seinem Schreibtisch zu.

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