Hersbrucker Zeitung am 24.10.18

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Hersbrucker Zeitung am 24.10.18

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Bild: Johann Dechant

Sopranistin Susanne Mathys gastierte in Henfenfeld
Romantik pur im Roten Saal

Aus der Schweiz kam Susanne Mathys nach Henfenfeld, um mit Denette Whitter einen romantischen Liederabend zu geben. Das Programm umfasste Lieder von Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss.

Denette Whitter freute sich über zahlreichen Besuch und stellte die Lieder vor, zudem übernahm sie den Part am Flügel.

Die fünf berühmten Gedichte von Mathilde Wesendonck bildeten den Auftakt des Liederabends. Diese komponierte Richard Wagner, als er Gast der Wesendoncks war und nicht nur das: Eine heimliche Liebe verband ihn mit der Dichterin, Mathilde war seine Muse. Zudem waren die Lieder „Im Treibhaus“ und „Träume“ Studien für „Tristan und Isolde“, hier war Wagners Handschrift deutlich hörbar.

Susanne Mathys zeigte schon beim „Engel“ feinsten lyrischen Sopran. Auch bei den weiteren Liedern, wie „Stehe still!“ und „Schmerzen“ bewies sie vollkommene Beherrschung der Dynamik.

Von Gustav Mahler stammen die Vertonungen zu Texten aus „Des Knaben Wunderhorn“. Die Texte dazu stammen von Clemens Brentano und Achim von Arnim. Mit der Dramatik von „Das irdische Leben“ beeindruckte die Sängerin das Publikum. Das Lied handelt von einer Hungerszeit in Europa, in dem das Kind fleht: „Mutter, ach Mutter, es hungert mir“. Tragisch das Ende: Das Kind stirbt, während endlich ein Brot gebacken werden kann.

Als Gegensatz dazu wirkte „Das himmlische Leben“ wiederum aus Kindersicht. Wunderschöne Klänge vom Flügel begleiteten den Sopran, der in die Höhen schwebte. Ein Lied mit höchsten Ansprüchen, sowohl an die Sängerin als auch an die Pianistin.

Kurz vor seinem Tod komponierte Richard Strauss „Die vier letzten Lieder“ mit Texten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff. Diese sind ein Markstein, denn damit endete die Ära der romantischen Lieder. Mathys zeigte bei den Liedern: „Frühling“, „September“, „Beim Schlafengehn“ und „Im Abendrot“ ihre vielseitige Sangeskunst. Koloraturen wechselten zu Hymnen, dazu gab es viele Impressionen.

Zum Schluss gab es lang anhaltenden Beifall für die beiden Künstlerinnen und als Zugabe Mahlers „Urlicht“.

Johann Dechant

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