Hersbrucker Zeitung am 29.08.17

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Hersbrucker Zeitung am 29.08.17

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Bild: Johann Dechant

Artur Grywatzik sang Lieder deutscher Romantiker
Sonore Bassklänge im alten Schloss

Romantische deutsche Lieder präsentierte Bassist Artur Grywatzik im Roten Saal des Henfenfelder Schlosses. Der Sänger mit der tiefen Stimme ist den Henfenfeldern wohl bekannt. Er präsentierte hier schon die „Winterreise“ und gab ein Klavierkonzert.

Denette Whitter freute sich, denn sie hatte bei weitem nicht mit solch einem Besucherandrang gerechnet. Sie übernahm den Part am Flügel, der an diesem Abend sehr anspruchsvoll war.

Den ersten Teil des Programmes bildeten 16 Lieder aus der „Dichterliebe“. Robert Schumann hatte dazu Verse von Heinrich Heine vertont, sie gelten als Höhepunkt der Romantik.

Artur Grywatzik absolvierte das ganze Konzert ohne Notenblatt. Er beeindruckte mit vollendeter Artikulation und warmtönenden Bass. Den Zuhörern wurden in rascher Abfolge die Lieder geboten, eine beachtliche Leistung, da die Charaktere der Lieder sehr verschieden waren. „Im Rhein, im heiligen Strome“ zeigte der Bass hymnenhaften Gesang, gleich darauf, bei „Ich grolle nicht“ lotete er die Tiefen aus. Im Zyklus fanden sich melancholische Verse aber auch sehr impulsive. „Die alten, bösen Lieder“ waren bestes Beispiel dafür, die zudem von gewaltigen Klavierklängen hinterlegt wurden.

Franz Schubert hat in seinem kurzen Leben rund 900 Lieder komponiert. Bei der „Fahrt zum Hades“ nahm der Sänger das Publikum mit auf die mystische Reise in die Unterwelt. Sehr ergreifend sang Grywatzik „Der Tod und das Mädchen“.

Der Komponist Hugo Wolf hatte eigentlich vor, Opernkomponist zu werden. Nachdem ihm damit kein Erfolg beschieden war, verlegte er sich auf sehr anspruchsvolle Lieder. Düster aber gewaltig wirkte hier „Wohl denk ich oft“ aus den Gedichten von Michelangelo.

Ein direkter Kontrahent zu Wolf war Johannes Brahms. In seinen Liedern fanden volkstümliche, teils mit Lebensweisheiten versehene Texte Einzug, zudem fanden biblische Verse Verwendung.

Bei „Denn es gehet dem Menschen wie das Vieh“ wartete Denette Whitter mit spektakulärem Klavierspiel auf, gebannt lauschte das Publikum dem kraftvollen Gesang. Mit dem bekannten „Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete“ endete ein beeindruckendes Konzert.

Mit Bravo-Rufen und tosendem Beifall forderte das Publikum Zugaben, die mit Liedern von Richard Strauss erfüllt wurden.

Johann Dechant

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