Das Henfenfelder Schloss

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Das Henfenfelder Schloss

Das Henfenfelder Schloss

Das Schloss liegt am Abhang des am südöstlichen Rand des Dorfes ansteigenden Höhenzuges. Es überragt damit das Dorf gerade soviel, dass die Masse des Baukörpers gut zur Wirkung kommt. Die nach drei Seiten abfallende Hauptburg wird im Nordosten durch einen beiderseits gefütterten zehn Meter breiten Graben, über den ursprünglich eine Zugbrücke führte, geschützt. Von der Vorburg hat sich nichts mehr erhalten, da die Gebäude immer wieder umgebaut worden sind. Die steile Zufahrt vom Dorf führt durch ein Barocktor. Anschließend liegt nördlich das mehrfach veränderte Voitenhaus mit dem ehemaligen Zehntstadel. Zum Hauptschloss gelangt man heute auf einer steinernen zweibogigen Brücke über den Graben. Sie wurde 1959 erneuert und hierbei wurden zwei Steine mit dem Pfinzingwappen und der Jahreszahl 1538 und 1626 eingefügt.

Nach der Brücke stößt man auf das Portal, über dem eine fünfzeilige lateinische Inschrift eingelassen und rechterhand das Wappen der Herren von Henfenfeld. Das Portal öffnet sich in das Torhaus. Dieses führt im Erdgeschoss als offene Halle in den Innenhof. Das Hauptschloss bildet in etwa ein Oval. Anschließend an das Torhaus nach Südosten steht der älteste Teil der Anlage, der Bergfrit. Dieser ist aber so in den folgenden Palas einbezogen, dass er nicht mehr in Erscheinung tritt. Da die Burg im zweiten Markgrafenkrieg 1553 eingeäschert worden war, so dass nur die starken aufgehenden Mauern stehen geblieben waren, stammt der heutige Bau im wesentlichen erst aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.Nach undatierten Grundrissen des Erdgeschosses und des ersten Stockwerks aus der Mitte und dem Ende des 18. Jahrhunderts ergibt sich folgendes: Das Erdgeschoss hatte ursprünglich nur einige Schießscharten. Später wurden in der Ostwand des Palas zwei Fenster durchgebrochen, um der dortigen Stube Licht zu geben. An der Südfront des Palas befand sich ein rechteckiger Erker, der in den drei Geschossen Aborte enthielt. Ein halbkreisförmiger, über alle Stockwerke durchgehender Erker an der Westseite dürfte ursprünglich im ersten Stockwerk eine Kapelle beherbergt haben, und war zugleich Treppenturm. Im 18. Jahrhundert befanden sich im Erdgeschoss neben einigen Kammern nur Wirtschaftsräume, Stallungen und dergleichen. Im ersten Stock des Palas ist noch heute der Saal mit seiner Balkendecke aus dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts sehenswert. Sonst sind nur noch einige Barockdecken mit der üblichen Profilrahmung erhalten.

Von den früheren Nebengebäuden existiert noch das 1748 ganz erneuerte ehemalige Voiten- oder Amtsknecht-, dann Gärtnerhaus. Das 1763 ebenfalls von Grund auf erneuerte ehemalige hintere Torhaus gehört heute nicht mehr zum Schlossbereich. Die gegenüberliegende ehemalige große Fachwerkscheune ist von der Bundesbahn zu einem stilvollen Speisesaal mit moderner Küche und mit Gastzimmern im Obergeschoss umgebaut worden.

Der schon im Pfinzing-Plan von 1592 dargestellte Schlossgarten, der im Osten an den Burggraben anschließt, ist noch heute in gepflegtem Zustand vorhanden. Bis in das 19. Jahrhundert waren mehrere, jährlich nicht geringe Unterhaltungskosten erfordernde Laubengänge und eine Anzahl Statuen vorhanden; außerdem gab es Garten- und Treibhäuser. Das Gesamtareal des Schlossbereiches mit dem Park beträgt heute vier Hektar.

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Ältere Bilder des Henfenfelder Schlosses:

     

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