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Frühgeschichtliche Siedlung “Freiling”
Die Gemarkung Henfenfeld gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten des Albvorlandes. Aus vorgeschichtlichen Gräbern in der Flurlage Leichental, heute Lerchental, wurden Bronzenadeln, Ringe Gebrauchsgegenstände
und Bernsteinperlen geborgen, deren Ornamentik und Formen in die späte Bronzezeit um 1200 v. Chr. weisen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden oberhalb der Mühle und später am Frühlingsberg ( im Mittelalter
Freilingerberg) Funde aus dieser Zeit sichergestellt. Die Entstehung der Freiling gehört in die Zeit des 7. Jahrhunderts nach Christus. Die Endung "-ing" weist darauf hin, daß es eine frühere
baierische Gründung war, als deren Herrschaft im Nordgau begann.
Die Geschichte des Ortes Henfenfeld
Am 13. April 1059 wurde Henfenfeld erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde protokolliert, daß ein "Kaezelinus de Hamfenfeld" anläßlich einer Synodalverhandlung als Fürsprecher des Vogts des Bischofs
von Bamberg auftritt. Dieser hatte seine Burg auf der Terrasse östlich des Hammerbachs, wobei diese erste Form, nicht mehr rekonstruierbar war. Bamberger Quellen vermelden, daß Bischof Otto der Heilige unter
anderem sechs Burgen erwerben konnte, darunter Hemphenvelt, von einer anderen Burg ist bekannt, daß der Bischof sie 1107/08 vom Kaiser erhielt. Grundbesitz, Gerichtsbarkeit und Kirchenpatronat lagen in
den Händen der Schloßherrschaft. die im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Adelsgeschlechtern ausgeübt wurde. Den Edelfreien des 11. Jahrhunderts folgten Ministeriale, die als Lehnsleute des Bamberger
Bischofs bis zum Ende des 14. Jahrhunderts hier ansässig waren. Im 15. Jahrhundert erwarb Hartung von Egloffstein das Schloß und im Jahr 1530 kam die Herrschaft an die Nürnberger Patrizierfamilie
Pfinzing, die sich fortan "von Henfenfeld" nannten. Nach dem Aussterben deren männlicher Linie erbten die Haller von Hallerstein das Rittergut. Im Jahre 1817 erwarb Benedikt von Schwarz, ein
Nürnberger Kaufmann den Besitz. Unmittelbar nach dem 2, Weltkrieg - 1945 - pachtete die Bundesbahn zunächst das Schloß, 1952 wurde es dann von der Baronin Erika von Schwarz erworben. 1974 wurde das Schloß
mit erheblichem Aufwand renoviert. Im Juli 1989 wurde das Schloß von der Bahn in Privathand verkauft. Der Zusammenbruch des Sozialismus und die "Wende" 1989 brachte im Herbst eine enorme
Übersiedlerzahl mit sich. Daraus ergab sich kurzfristig, daß die leerstehenden Räume im Schloß vom Staat angemietet wurden und Übersiedler in das Schloß einzogen. Nachdem auch diese Spitze der
ausreisewilligen Übersiedler nach einigen Jahren rückläufig war, wurde das Schloß Henfenfeld nochmals verkauft. 1996 wurde das Schloß abermals renoviert und ein Teil der Innenräume als zeitgemäße Büros
eingerichtet. Der denkmalgeschützte Schloßpark mit seinem historischen Baumbestand wurde mit enormen Einsatz wieder sehenswert. Das frühere Gesindehaus wird seither als Restaurant genutzt.
Alte Ansichten von Henfenfeld
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