Henfenfeld

Adventskonzert der Opernakademie Schloss Henfenfeld

Zugabe: „Stille Nacht“ auf Chinesisch gesungen

Hersbrucker Zeitung 05.12.2019

Das Adventskonzert ist auch auf Schloss Henfenfeld ein Höhepunkt im Jahreslauf. Hierbei werden festliche Lieder gesungen, dazu zog der unwiderstehliche Duft von Glühwein durch das Gemäuer. Verantwortlich für das Programm und den selbstgemachten Glühwein war Denette Whitter, die Leiterin der Opernakademie.

Instrumentale Unterstützung bekam die Pianistin von Sarah Weikert mit der Querflöte und Joan Temmermann mit dem Cello.

Nachdem kein einziger Sänger vorhanden war, bestimmten Damen das Programm. Sie bildeten einen fabelhaften Chor, als sie gemeinsam „In dulci jubilo“ anstimmten.

Der erste Teil des Konzertes war dem Geschehen rund um die Krippe gewidmet. „Was soll das bedeuten“ fragte die Sopranistin Ann-Kathrin Meyler und forderte danach auf „Lieber Bruder, geht auch mit mir“.

Ebenfalls in der höchsten Stimmlage bot Kristina Scherer „Josef, lieber Josef mein“ an. Wunderbaren Gesang zeigte sie bei Max Regers „Maria sitzt am Rosenhag“.

Denette Whitter spielte nicht nur am Flügel, sondern ergänzte das Programm auch mit besinnlichen, aber auch heiteren Gedichten und Geschichten.

Festliche Stimmung kam im Saal auf, als das Instrumental-Trio das legendäre „Ave Maria“ in der Fassung von Bach-Gounod vortrug.

Sehr sinnlich war der Gesang von Andrea Spolaritsch bei „Mary did you know“, einem modernen Weihnachtslied. Die Melodie von „Greensleeves“ war bei „Carol for Advent“ hörbar, die Sopranistin Lin Wang und Mezzosopran Johanna Zimmermann sangen dies in einem herrlichen Duett.

Weihnachtslieder aus jeder Region Spaniens komponierte Joaquin Nin. Gloriela Villalobos-Torres zeigte strahlenden Sopran bei „Villancico Murciano“ und „Villancico Andaluz“. Denette Whitter ließ dazu am Flügel Glocken erklingen.

Nachdem sich das Publikum in der Pause den selbst gemachten Glühwein gegönnt hatte, war der zweite Teil den Tieren bei der Krippe gewidmet.

Für einen flotten Auftakt sorgte die „Petersburger Schlittenfahrt“ mit Hufgetrappel und Schellenklängen. Beim Kalenderlied von Franz Grothe stimmte das Publikum in den Refrain ein.

Nicht nur das Klavier beherrscht Denette Whitter virtuos, ebenso gut kann sie auch singen. Dies zeigte sie beim besinnlichen „Weihnacht muss leise sein“ von Paul Burkhard. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ dessen Melodie war ursprünglich kein Weihnachtslied, sondern stammt vom „Ah, vous dirai-je Maman“; einem französischen Volkslied. Zum Abschluss sang der hochkarätige Frauenchor das berühmte „Go tell it on the Mountain“, dabei wippten die Beine beim Publikum.

Mit einem lang anhaltenden tosenden Beifall wurde eine Zugabe gefordert. Diese wurde in besonderer Zugabe erfüllt. Das bekannteste Weihnachtslied sang zuerst Lin Wang auf Chinesisch, danach gab es die spanische Version von Gloriela Villalobos-Torres. Zum Abschluss sang der Chor die deutschen Strophen und bekam nochmals Sonderapplaus.

Johann Dechant

Auf dem Bild sitzend von links: Sarah Weikert, Kristina Scherer, Ann-Kathrin Meyler; Stehend von links: Johanna Zimmermann, Gloriela Villalobos-Torres, Denette Whitter, Lin Wang und Andrea Spolaritsch. Nicht auf dem Bild die Cellistin Joan Temmermann.
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