Henfenfeld

Speiseleitung der Bahn soll über Henfenfeld führen

Sitzung des Gemeinderates: Geplante Trasse wurde abgelehnt

Hersbrucker Zeitung am 09.09.2020

HENFENFELD – Die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Marktredwitz soll auch für Henfenfeld Auswirkungen haben. Die Trassenplanung für die Speiseleitung der rechten Pegnitzstrecke wurde als untragbar empfunden.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg – Marktredwitz beschäftigt derzeit viele Kommunen im Bereich der HZ. Bei der Sitzung des Henfenfelder Gemeinderates informierte Bürgermeister Markus Gleißenberg darüber, dass diese auch Henfenfeld betreffen werde. Für das Projekt „Bahnausbau Nordostbayern“ wurde der Gemeinde eine Vorplanung mitgeteilt.

Eigentlich ist die Bahnstrecke „rechts der Pegnitz“ relativ weit weg vom Ort, doch die Zuführung zur Oberleitung für den elektrischen Zugbetrieb muss über eine sogenannte Speiseleitung erfolgen. Dafür, so Gleißenberg plane die Bahn eine Trafostation zwischen Ottensoos und Henfenfeld, von der die Zuführung der 15000-Volt-Leitung über das Gemeindegebiet führen soll.

Der Bürgermeister informierte, dass diese entlang der linken Bahnstrecke, bis in die Oberpfalz gehen solle, auch das geplante Gewerbegebiet durchquere die Stromleitung. Dies bezeichnete er als „untragbar“ und hofft, dass eine bessere Trassierung gefunden werden kann. Dafür sind Gespräche mit der Projektleitung der Bahn vorgesehen.

Alle Gemeinderäte lehnten die bisherige Planung ab und beauftragten Gleißenberg, dies den Planern mitzuteilen.

Für den Vollzug des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes war es erforderlich, Nachträge in die Denkmalliste einzustellen. Das Gemeindeoberhaupt stellte dazu fest, dass hier die Gemeinde keine Entscheidungsfreiheit habe, hier hat das Amt für Denkmalpflege das Sagen. Nachdem es im Bereich der Gemeinde Henfenfeld schon zu mehreren historischen Funden kam, sollen betroffene Flächen vor einer Bebauung untersucht werden. Gleißenberg wies darauf hin, dass die Kosten vom Bauträger bezahlt werden müssen, wobei das Amt prinzipiell nichts verhindern wolle. Die Gemeinderäte nahmen daher die Nachträge ohne Korrektur zur Kenntnis.

Die Trockenheit der letzten Jahre hat an einigen Bäumen im Gemeindebereich Schäden verursacht. Der Bürgermeister erklärte, dass zwei Bäume ausgeschnitten und fünf gefällt werden müssen. Dafür hat das Forstamt eine Ausschreibung getätigt, eine Kelheimer Firma bekam den Zuschlag. Für die Gemeinde fallen Kosten von fast 4000 Euro an, die Entsorgung des Holzes soll sie zudem selbst veranlassen.

Zum Schluss gab der Bürgermeister bekannt, dass die Baumaßnahmen in der Ortsmitte, am Parkplatz und der Schlossauffahrt in der nächsten Woche abgeschlossen werden. Johann Dechant

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