Henfenfeld

Abschlusskonzert des Meisterkurses von Prof. Yamina Maamar

Schöne Stimmen begeistern das Publikum

Hersbrucker Zeitung am 17.09.2020

Mit einem Konzert endete ein ereignisreicher Tag auf Schloss Henfenfeld. Nach dem „Tag des offenen Denkmals“ mit Führungen und einer Vernissage präsentierte der Meisterkurs von Prof. Yamina Maamar sein Können.

Weltweit war Maamar unterwegs als gefragte Sängerin, bis sie vor rund einem Jahr die Professur für Gesang an der Hochschule für Musik in Dresden antrat. In Henfenfeld vermittelte sie ihre Kunst an sieben Sängerinnen.

Denette Whitter freute sich bei strahlendem Sonnenschein über den zahlreichen Besuch im Schlosshof und übernahm den Part am Klavier.

Mozart gehört zum Sängerleben, daher präsentierte Helen Weintritt die Arie der Susanna „Deh vieni, non tardar“ aus „Le nozze di Figaro“ mit frischem Sopran. Auch als Bauernmädchen Zerlina zeigte sie bei „Vedrai, carino“ eine fantastische Leichtigkeit im Gesang.

Die Griechin Maria Ionna Ntinou (Sopran) schlüpfte in die Rolle der Ilia, der Prinzessin von Troja. Sie beeindruckte das Publikum mit ihrem feinem Gesang bei „Zefferetti lusinghieri“ aus Mozarts „Idomeneo“.

Mit der russischen Weise „So bald vergessen“ von Peter Tschaikowsky trat Birgit Wiegand auf. Ihr warmtönender Mezzosopran in russischer Sprache offenbarte Schmerz und Melancholie. Deutlich im Kontrast dazu war ihr Auftritt als „Mignon“ mit „Connais-tu le pays“, bei uns bekannt als „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen“.

Der Text von „Auf dem See“ stammt von Johann Wolfgang von Goethe, die Musik komponierte Franz Schubert. Die japanische Sopranistin Saki Yoshida sang das Lied mit samtiger Stimme und perfekt artikuliert, mühelos meisterte sie auch die temporeichen Passagen. Sehr ausdrucksvoll auch ihr Auftritt als Agathe, als sie aus dem Freischütz von Weber „Und ob die Wolke sie verhülle“ vortrug.

Ausschnitte aus den „Wesendonck Liedern“ von Richard Wagner sang die Sopranistin Elke Kerstin Nordeck. Bei den Liedern „Schmerzen“ und „Träume“ zeigte sie kraftvollen und sehr leidenschaftlichen Gesang bis leise der letzte Ton verklang.

Aus China stammt die Sopranistin Zixuan Zhou. Aus dem Freischütz sang sie die Arie des Ännchens „Kommt ein schlanker Bursch gegangen“. Frischer Gesang, gepaart mit feiner Gestik waren Garant für Beifall und Bravo-Rufe. Richtig spritzig auch ihre Arie als Rosina „Una voce poco fa“ aus Rossinis „Barbier von Sevilla“.

Aus Puccinis „Tosca“ sang Susanne Mathys „Vissi d’darte“. Ihr flehendes Gebet zu Gott beeindruckte das Publikum zutiefst. Mit frischem Sopran wechselte sie zur Operette, als sie feurig „Heia! In den Bergen ist mein Heimatland“ aus Kálmáns „Csárdásfürstin“ sang. Hier gab es beim Publikum kein Halten mehr, es klatschte begeistert mit. Mit viel Beifall bedacht gab es zum Schluss Blumen für Künstlerinnen und die Kursleiterinnen Maamar und Whitter.

Johann Dechant

Auf dem Bild oben von links Susanne Mathys, Birgit Wiegand, Denette Whitter, Prof. Yamina Maamar, Elke Kerstin Nordeck, unten von links: Helen Weintritt, Zixuan Zhou, Maria Ionna Ntinou und Saki Yoshida.

Foto: J. Dechant

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