Henfenfeld

Konzert beendete „Veranstaltungstriathlon“

Opernakademie: Internationale Künstler boten buntes Programm

Hersbrucker Zeitung am 16.09.2021

Schloss Henfenfeld war am Sonntag Ziel vieler Besucher mit unterschiedlichen Interessen: Mittags beim „Tag des offenen Denkmals“, nachmittags bei der Vernissage Green und am Abend bei einem Konzert mit spätsommerlichen Temperaturen im Schlosshof. Denette Whitter hatte dabei den Part am Klavier und moderierte.

Fast schon traditionell standen Mozartwerke am Anfang. Die Österreicherin Monika Steinwidder präsentierte mit feinem Sopran die Arie der Blonde „Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln“. Ebenfalls aus „Die Entführung aus dem Serail“ stammt „Ach ich liebte“, die Arie der Constanze. Die Japanerin Nanami Chiba (Sopran) begeisterte hierbei die Zuhörer vor allem mit dem Koloraturgesang.

In die Rolle der Susanna schlüpfte die Brasilianerin Nadia Zanotello, als sie mit warmen Sopran „Dove Sono“ aus „Le nozze di Figaro“ leidenschaftlich sang.

Tenor Dieter Doetsch mimte einen jungen Burschen als er prächtig die Serenade „Vainenment, ma bien-aimée“ von Èduard Lalo vortrug.

Manon, aus der gleichnamigen Oper von Jules Massenet, hat ein Faible für Luxus. Die japanische Sopranistin Saki Tsuji beeindruckte das Publikum mit „Adieu, notre petite table“. Einen sehr schneidigen Auftritt hatte ihr Gatte Hibiki Tsuji bei „Ah, mes amis“. Viele lang anhaltende hohe Töne zeugten von einem hohen Niveau des Tenors.

Der Komponist Kurt Weill stammte aus Deutschland, floh aber vor den Nazis erst nach Frankreich und später in die USA. Seine Lieder passte er den jeweiligen Ländern an. Sopranistin Johanna Zimmermann sang mit „Nanna’s Lied“ ein Werk aus der Berliner Zeit, in der sie ausdrucksvoll die Eindrücke einer Teenagerin darstellte, die von Liebe und Kummer geprägt waren.

Hemdsärmelig trat der australische Bariton James Young auf, als er „Luck be a Lady Tonight“, aus einem Musical von Frank Loesser flott vorstellte.

Mit „Meine Liebe, Deine Liebe“ aus Lehárs „Land des Lächelns“ beendeten Saki und Hibiki Tsuji das Programm. Als echtes Ehepaar war es ein Leichtes, das Publikum mit Mimik und Gestik bei ihrem Auftritt zu begeistern. Mit viel Beifall wurden alle Künstler für ein herrliches Konzert belohnt.

Johann Dechant

Foto: J. Dechant

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