Henfenfeld

Erstes Konzert in der renovierten Sporthalle in Henfenfeld

Vielseitiges Konzert mit Gesang und Instrumenten

Hersbrucker Zeitung am 31.10.2019

„Unser Chor geht neue Wege“, dies kündigte der „Gemischte Chor“ aus Henfenfeld an. Der erste neue Weg war sicherlich, dass damit erstmals ein Kulturevent in der renovierten Sporthalle in Henfenfeld stattfand. Die Sänger aus Henfenfeld hatten für ein vielseitiges Programm weitere Gruppen eingeladen.

Fast voll besetzt war die Halle, als der Henfenfelder Posaunenchor, unter Leitung von Michael Bär, mit dem „Moderato Festoso“ für einen fulminanten Auftakt sorgte.

Die Vorsitzende des gastgebenden Chores, Edeltraud Brand begrüßte neben vielen Chorleitern benachbarter Chöre besonders Bürgermeister Günther Rögner aus Engelthal, Pfarrerin Kathrin Klinger und den Vertreter der Sparkasse, Günter Mertel.

Bürgermeister Markus Gleißenberg freute sich über die erste kulturelle Veranstaltung in der Halle und bezeichnete diese als „Test für die Akustik“. Er stellte besonders die Verbundenheit der Henfenfelder Vereine heraus, da an diesem Abend der Kirchweihverein die Bedienung der Gäste übernommen hatte.

Auch Landrat Armin Kroder dankte den Helfern im Hintergrund und zeigte sich erfreut über die kulturelle Nutzung der Halle.

Mit „What a Wonderful World“ begrüßte der „Gemischte Chor“ unter Leitung von Hartmut Allwang sehr besinnlich die Gäste. Mit viel Schwung begeisterte der Chor anschließend mit „Have a nice day“. Erfreulich ist der Umstand, dass im Chor nun auch wieder mehr Männer mitsingen und damit das Klangvolumen abrunden. Dies zeigte sich besonders bei „An die Freude“, wobei nicht die Beethoven-Melodie erklang, wohl aber die Verse von Friedrich Schiller. Sehr gelungen war ein musikalischer Ausflug nach Italien mit der Hymne „Signore delle crime“ von Guiseppe De Marzi.

Ebenfalls italienisch geprägt waren die Lieder, welche das Mandolinen- und Gitarrenorchester der Naturfreunde Lauf, unter der Leitung von Elena Romanova-Möller vortrug. Die instrumentalen Fassungen von „Funiculi, Funicula“ und „O sole mio“ erzeugten eine besonders feine Stimmung. Das „Abends in Napoli“ entpuppte sich als Medley alter Schlager, bei dem „Ciao, Ciao, Bambina“ oder die legendäre „Marina“ nicht fehlen durften. Sehr feurig wurde die „Juliska aus Budapest“ vorgetragen und erzeugte große Begeisterung beim Publikum.

Ein Kontrast zu den „Klassikern“ waren die Lieder aus dem Repertoire des Frauenensembles TAKTvoll  aus Gersdorf welches unter der Leitung von Sabine Kliegel steht. Die zehnköpfige Gruppe, teilweise durch einen Mann verstärkt, bot als erstes „Tage wie diese“ mit erstaunlicher Stimmgewalt an. Auch der Beach Boy Klassiker „Barbara Ann“ kam gut beim Publikum an. Besonderen Eindruck hinterließ „Siyahamba“, ein traditionelles Lied aus Afrika, das mit Trommelklängen hinterlegt wurde. Zum Abschluss ihres Programmes präsentierten die Damen „My Way“ und ernteten für ihre Chorversion Bravo-Rufe.

Der Henfenfelder Posaunenchor zeigte an diesem Abend seine „weltliche“ Vielseitigkeit. Er sorgte für einen satten Sound in der Halle bei „Best Memories“ und „Make a joyful sound“. Der „Hymnus“ von Reinhard Gramm zeigte facettenreiches Spiel und das hohe Niveau der Musikanten, die mit Jens Uhlenhoffs „Seid fröhlich in Hoffnung“ das Programm abschlossen.

Alle Akteure wurden mit viel Beifall bedacht, als Abschluss sang der gastgebende Chor den „Abendsegen“. Als Fazit bleibt: Die Sporthalle ist durchaus für Konzerte geeignet – man muss allerdings die Einrichtung akzeptieren.

Johann Dechant

 

Fotos: J. Dechant

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