Henfenfeld

Schütttechnik mit Acrylfarbe als Markenzeichen

Bilder von Peter Hauenstein auf Schloss Henfenfeld

Hersbrucker Zeitung am 16.09.2020

Bei strahlendem Sonnenschein fand auf Schloss Henfenfeld eine Vernissage statt. 30 Bilder des Nürnberger Künstlers Peter Hauenstein sind nun dort zu sehen.

Schlossherrin Denette Whitter begrüßte das zahlreich erschiene Premierenpublikum und unterhielt mit „Klaviermalereien“. Sie freute sich über die neue Ausstellung, die als Begleiterscheinung das Innere des Schlosses verändere.

Die Laudatio hielt der regionale Kunstbeauftragte im Kirchenkreis Nürnberg, Daniel Szemerédy, ein evangelischer Pfarrer. Unter dem Motto „A New Colorful Expedition“ steht die Ausstellung. Für Szemerédy stand die Expedition als Forschungsreise in unerschlossenes Gebiet. Kurz durchstreifte er die Kunstentwicklung des vergangenen Jahrhunderts. „Kunst muss ein Wagnis sein, sie darf nicht zur Routine werden“, stellte er fest und auch, dass sich „Kunst schon lange nicht mehr vor einen Karren spannen lässt“.

Neuer Malgrund zeichnet die Bilder aus, die speziell im ältesten Teiles des Schlosses ausgestellt sind. Der Künstler hat hier den Pinsel durch eine Acrylspachtel ersetzt. Der Laudator stellte einzelne Bilder vor, die von Landschaft und Natur geprägt sind, auch Eindrücke von Reisen sind sichtbar geworden. Szemerédy stellte die Besonderheit bei der Entstehung heraus, die typisch für den Künstler ist: Er spart nicht mit Farben, oftmals sind es Schüttbilder mit extrem sattem Farbauftrag. Die 30 Bilder, die nun zu sehen sind, wären für den Künstler eine Expedition, der Betrachter müsse entscheiden, ob diese gelungen ist. Das Publikum forderte er auf „sie können nur einfach schauen, ohne jegliche Folgen“.

Der Künstler Peter Hauenstein bekannte, dass für ihn die Ausstellung eine Herausforderung war, vor allem die Auswahl der Bilder. Er verglich diese Ausstellung mit einer Wanderung, die immer mit neuen Perspektiven überrascht. Besonderen Dank sprach er seiner Tochter Elena aus, die für die Hängung zuständig war und auch an Denette Whitter für die Überlassung der Räume.

Die Ausstellung dauert bis zum 6. Januar 2021, sie ist geöffnet bei Konzerten oder nach telefonischer Vereinbarung unter der Telefonnummer 09151-9087838.  Johann Dechant

Foto: J. Dechant

Bildauswahl: Hauenstein mit Bild „Quo vadis“ und „Wild Ocean“.

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